Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED)

Was ist VED?


Die Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED) ist eine Entwicklungsstörung des kindlichen Sprechens.
Personen, die an VED leiden, haben Schwierigkeiten beim Aussprechen von Lauten, Silben und Wörtern.
Ursache dafür sind Koordinationsstörungen zwischen dem Gehirn und den Sprechorganen (Mund, Lippen, Zunge, Kehlkopf, etc.).

Was kann man dagegen tun?

Es existieren verschiedene Therapiekonzepte, um VED zu behandeln.
Dazu zählen:
  • Modifikation des niederländischen Dyspraxieprogrammes, das auf dem "Nuffield Dyspraxia Program" basiert
  • KoArt von Frau Ulrike Becker-Redding
  • Assoziationsmethode nach McGinnis
  • TAKTIN / PROMPT

Therapeutische Übungen müssen sich auf die Planung, Abfolge und Koordination der Muskelbewegungen konzentrieren, die bei der Sprachproduktion eine Rolle spielen.
Reine "klassische" artikulatorische Therapiemethoden eignen sich nicht, da sie nur die motorische Ebene abdecken.
Stattdessen müssen Laute von Grund auf mit allen Sinnen erlernt werden (vergleichbar mit dem Lernkonzept bei Downsyndrom-Kindern).
Kinder mit VED müssen die die gelernten Strategien und Techniken ständig üben.
Hochfrequentes Wiederholen der Übungen (in allen Variationen) ist enormal wichtig, damit sich die neu erlernten Artikulationsmuster automatisieren ("motorisches Gedächtnis"). Man sagt, dass es bei gesunden Menschen bereits 1,5 Jahre dauert, bis ein Bewegungsablauf perfekt automatisiert ist.

Taktiles Feedback (Berührung), visuelles Feedback (Selbstbeobachtung im Spiegel) und verbales Feedback sind wichtige Ergänzungen.
Biofeedback wird in Zukunft ein wichtiges Therapiehilfsmittel werden.

Eine entsprechende Therapie ist immer das Mittel der ersten Wahl. Es ist deshalb wichtig, sich selbst auf die Suche nach einem Therapeuten zu machen, der mit einem der oben genannten Therapiekonzept arbeitet.
Der HT-Kommunikator verfügt über eine Oberfläche, die als Therapiebegleitung verwendet werden kann. Diese muss jedoch vom Therapeuten entsprechend angepasst werden.

Eine Therapie bei einem Logopäden, der eine der oben genannten, spezialisierten Methoden anbietet, ist unerlässlich. Die Therapie kann nicht alleine mit dem Computer bewältigt werden.

Nur falls durch intensive Therapie keine Verbesserung zu erzielen ist, sollte ein "Talker" für die Unterstützte Kommunikation zum Einsatz kommen.

Als Talker bietet sich der HT-Kommunikator mit der OnScreenCommunicator-Oberfläche an.
Hier stehen dem Kind vorgefertigte Sätze und verschiedene Schreiboberflächen zur Verfügung.