Down-Syndrom (Trisomie 21)

Was ist das Down-Syndrom?


Das Down-Syndrom ist keine Krankheit.
Das Down-Syndrom kann und braucht daher nicht geheilt werden.
Menschen mit Down-Syndrom haben 47 statt der üblichen 46 Chromosomen.
Das 21. Chromosom ist dreifach vorhanden, daher nennt sich die Krankheit "Trisomie 21".
Dieses überschüssige Chromosom trägt jene Gene, die Menschen mit Down-Syndrom so unverwechselbar machen.
Menschen mit Down-Syndrom leiden nicht an ihrem Syndrom.
Sie leiden jedoch unter Ausgrenzung und Vorurteilen.
So gut wie alle Kinder mit Down-Syndrom wachsen heute in Familien auf und besuchen normale Kindergärten.

Entwicklung

Menschen mit Down-Syndrom lernen langsamer. Mit zunehmender, individueller Förderung hat sich das Entwicklungspotenzial in den letzten Jahren jedoch vergrößert. Es gibt mehr Angebote, um die individiduellen Fähigkeiten bestmöglich zu fördern und individuelle Lernziele zu erreichen.
Schulen mit Integration sind hierbei besonders erfolgreich.
In den meisten Fällen helfen Logopäden bei der individuellen Sprachentwicklung

Sprechen

Kinder mit Down-Syndrom können durch 3 verschiedene Methode beim Sprechen unterstützt werden.
Diese Methoden können problemlos kombiniert werden: Kinder mit Down-Syndrom lernen generell langsamer als Kinder ohne Down-Syndrom.
Bei vielen Kindern mit Down-Syndrom ist die Entwicklung des Sprechens besonders betroffen.
Die Aussage „Bei Kindern mit Down-Syndrom dauert die Entwicklung eben länger“ trifft beim Sprechen allerdings nicht zu.
Je älter das Kind wird, desto schwieriger fällt das Erlernen von Neuem, bei Sprache in besonderem Maße.
Die Sprachentwicklung findet in einem bestimmten Alter statt. Nach diesem „Lernfenster“ fällt das Erlernen von Sprache in etwa so schwer wie bei einem Erwachsenen das Erlernen einer Fremdsprache.

Beim Sprechen ist es deshalb nicht so, dass man eben nur etwas länger wartet.
Hier ist eine frühzeitige Förderung wichtig.
Es existieren verschiedene Methoden zur Förderung der Sprechens. Eine der meistgenutzten stellt das sogenannte „Frühe Lesen“ dar.
Bei dieser Methode wird das Kind früher an Schriftsprache herangeführt als Kinder ohne Down-Syndrom.
Es hat sich nämlich gezeigt, dass Down-Syndrom-Kinder anhand der Schriftsprache Sprechen effektiver lernen können.
Es existieren einige Logopädie-Praxen, die diese Methode anbieten.
Unerlässlich ist aber auf jeden Fall das Üben zuhause. Entweder, weil keine Logopädie-Praxis in der Nähe diese Methode anbietet oder als Ergänzung.
Der OSC Talker ist eine Kommunikations- und Lernhilfe, die alle Elemente des „Frühen Lesens“ abbildet.
Es handelt sich um einen Tablet-Computer, mit dem sich diese Methode effektiv trainieren lässt.
Besonders praktisch ist dabei, dass die meisten Down-Kinder sehr gerne mit Computern spielen. Die Chancen sind also sehr hoch, dass das Kind diese Methode annimmt.
Neben dem Üben des Frühen Lesens kann der OSC Talker auch als Kommunikationshilfe auf Satz und Wort-Ebene verwendet werden. So kann einfach das Foto des Lieblingsessens angetippt werden. Die Computerstimme spricht dann auf ganz natürliche Weise den Satz aus. Hier ein Beispiel der integrierten Kinder-Computerstimme:
Leon

Frühes Lesen

Beim Frühen Lesen werden Down-Kinder früher als Kinder ohne Down-Syndrom an Schriftsprache herangeführt.
Hier steht nicht primär das Lesen an sich im Vordergrund.
Es geht vielmehr darum, Verknüpfungen zwischen Buchstaben und Lauten herzustellen.
Im Weiteren werden auch Geräusche und Gesten hinzugenommen. Manche Laute werden sogar mit Essen verknüpft (z. B. In-einen-Kuchen-beißen und dabei den Laut "M" einüben).
Es geht also darum, auf allen Ebenen Verknüpfungen herzustellen.
Diese Methode kann am Computer optimal trainiert werden.

Talker

Damit das Kind sich im Kindergarten mitteilen kann (z. B. wenn jeder erzählt, was er Wochenende unternommen unternommen hat), gibt es im OSC Talker eine Sprech-Oberfläche.
Auf dieser Oberfläche können die Eltern Sätze abspeichern, z. B. "Am Wochenende waren wir im Schwimmbad."
Es wird automatisch ein Bild mit einem Schwimmbad angezeigt.
Will das Kind also erzählen, was es am Wochenende unternommen hat, so tippt das Kind einfach auf den Satz.
Die Kinder-Computerstimme des OSC Talkers spricht den Satz dann laut aus.

Symbol-Kommunikation

Will das Kind etwas erzählen, das es nicht mit Worten äußern kann (z. B. "Ich habe Bauchschmerzen."), dann kann es sich ganz einfach durch die Symbole verständlich machen.
Die Symbole sind baum-artig verzweigt, so dass es denkbar einfach ist, das Gewünschte auszuwählen und aussprechen zu lassen:

Kosten

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei entsprechender Diagnose in der Regel die Kosten für die genannten Hilfsmittel.
Zuerst erproben wir zusammen mit Ihnen das Hilfsmittel und passen es an Ihre Bedürfnisse an.
Nach einer erfolgreichen Hilfsmittel-Erprobung beantragen wir für Sie das Hilfsmittel und rechnen mit den gesetzlichen Krankenkassen ab.
Wenn Sie privat krankenversichert sind, hängt eine Beteiligung Ihrer Versicherung von den speziellen Konditionen Ihres Vertrages ab.
Die Hilfsmittelerprobung ist aber auch in diesem Fall kostenlos.

Wie läuft eine Hilfsmittel-Erprobung ab?


Tom Weber, Reha-Hilfsmittelsberater, Kommunikationshilfen-Entwickler seit 2003, Speziallösungen für Unterstützte Kommunikation


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Wir melden uns zeitnah und machen einen Termin für eine Hilfsmittel-Erprobung aus. Wir führen Ihnen die Kommunikationshilfe vor. Dies ist für Sie kostenfrei.
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